Hintergründe zur Gründung 1969

Hans Günther ergriff die Initiative und gründete einen Faschingsverein. Diese Idee fand bei der Gemeinde Zolling so großen Anklang, dass sie unter dem damaligen Bürgermeister Karl Wiesheu auch gleich ein startkapital von 3.000,-- DM als finanziellen Grundstock gab. Nicht nur finanziell stützte die Gemeinde Zolling die Vereinsgründung, Bürgermeister Karl Wiesheu stellte sich prompt auch als Schirmherr zur Verfügung und einige Gemeinderäte wirkten sogar im Elferrat mit. Mit einem derartigen Rückhalt hatte Hans Günther keine all zu großen Probleme mehr, das Komitee zu vervollständigen. Zu Elferrat

gesellten sich sämtliche Vereinsvorstände, zum ersten Vorstand wurde Bruno Lebedicker bestimmt. Für die Rolle des Hofnarren stellte sich Adolf Spitzenberger und für die des Hofmarschalls Josef Radlmaier zur Verfügung. Schnell fand man dann auch ohne Schwierigkeiten neun Mädchen für die Garde und ein Prinzenpaar, das Franz Obermeier als Franz I., der Unwiderstehliche, und Rita Westermair als Rita I. von Gastronomien bildeten.

Zum Faschingsauftakt trafen sich die Beteiligten am 11.11.68 zu einem Festessen beim "Alten Wirt" in Zolling. In dieser Versammlung wurde Hans Günther zum Präsidenten ernannt. Dieser verlas auch gleich eine Regierungserklärung und traf die Feststellung, dass die Narrhalla Zolling mit dem Auftritt beim Bürgerball am 11.1.1969 dann offiziell als gegründet gilt. Nun konnten die Vorbereitungen für die erste Faschingssaison fortgesetzt werden. Am 11.01.1969 ging dann der erste Ball in der neuen Gemeindehalle mit der soeben gegründeten Narrhalla über die Bühne.

Zum Verlauf des Bürgerballes mit Inthronisation seien an dieser Stelle ein paar Pressestimmen zitiert: "Wogen der Begeisterung um Narrenschiff", "Fesche Garde unter Erna Reith", oder "Hochstimmung in Zolling".

Präsident Hans Günther, der den Auftakt großartig organisiert hatte, komponierte für den Fasching eigens auch einen "Zollinger Schunkelwalzer", der so begann: "Das Leben bringt Kummer und Sorgenund keiner weiß was von morgen. Drum nutzet die Stunden der Freud, das hat noch niemand bereut."
Den ersten Orden erhielt selbstverständlich Bürgermeister Karl Wiesheu, und zwar war es ein Orden für die erwiesene Großzügigkeit. Mit ebenfalls bester Stimmung konnten auch die übrigen Bälle der Ortsvereine in meist vollem Saale abgehalten werden. Bleibt noch zu bemerken, dass die Narrhalla eine lokale Faschingszeitung, den "Zollinger Amperkurier" (Redaktion: Hauptlehrer Franz Bauer und Lehrerin Frau Wagner) herausgegeben hat.

Als die Faschingssaison vorüber war, rief Präsident Hans Günther nochmals zu einer Sitzung, in der er allen Beteiligten herzlichen Dank für die geleistete Arbeit aussprach. Besonderen Dank sprach er denjenigen aus, die ihn beim Aufbau der Narrhalla unterstützt hatten. Im besonderen waren dies Bruno Lebedicker, Otto Wiesheu, Josef Wiesheu, Josef Bauer, Evi Paulus, Erich Fieml, Ignaz Taresch und Georg Kranz.

 

 

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